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von Bjarne Lettmann 9. Juli 2025
Die Linksjugend [’solid] liebt große Worte: sozialistisch, antifaschistisch, feministisch, basisdemokratisch. Und ehrlich gesagt: Das sind nicht nur hübsche Etiketten, dahinter steht ein ziemlich solide gebautes Organisationsgerüst mit Bundeskongress, Bundessprecher:innenrat, Länderrat und einer Menge thematischer Arbeitskreise. Auf dem Papier ist das eine Spielwiese für pluralen, offenen Streit ,die gute Sorte Streit, die klüger macht und neue Koalitionen möglich. Wer die Verbandsseiten durchklickt, merkt: Formell gibt es kaum einen Mangel an Foren, Regeln und Wegen, sich einzubringen. In der Praxis fühlt es sich trotzdem zu oft an, als bewegten wir uns auf einem Schachbrett, dessen Figuren voreinander Angst haben. Das liegt nicht daran, dass irgendwo „die falschen“ Menschen sitzen, sondern daran, wie wir Debattenräume füllen. In den letzten Jahren sind Strömungen sichtbarer geworden – BAK Klassenkampf, das Marxistische Netzwerk, die wiederbelebte libertäre Plattform und als alte Bekannte BAK Shalom. Dass es diese Profile gibt, ist zunächst ein Geschenk: Sie bringen Schärfe in Positionen, liefern Expertise und ziehen neue Leute an. Gleichzeitig erzeugen sie Sogkräfte, die Diskurse schon vor dem Plenum sortieren. Wenn die eigentliche Debatte erst auf Telegram, in Redaktionspads oder in inoffiziellen „Vorab-Runden“ geführt wird, finden Plena häufig nur noch die richtige Verpackung für ein Ergebnis. Es ist kein Geheimnis: Kommunikation ist Macht. Der Verband weiß das und hat Teams dafür, von der AG Propaganda über TikTok bis zur klassischen Pressearbeit. Wer Kanäle, Grafiken und Timing steuert, setzt Themen – das kann produktiv sein, wenn die Inhalte zuvor breit gerungen wurden. Problematisch wird es, wenn die Reihenfolge kippt: erst Sharepic, dann Debatte. Der Effekt ist bekannt: Komplexe Fragen schrumpfen auf Hashtags, Grautöne verschwinden im Feed, und am Ende entscheidet nicht das bessere Argument, sondern die schnellere Meme. Dabei erzählt die eigene Strukturseite eigentlich eine andere Geschichte: deliberieren, entscheiden, umsetzen n dieser Reihenfolge. Man kann der Geschäftsordnung vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie keinen Sinn hat. Sie soll Fairness sichern, Dominanz brechen, Minderheiten schützen. Unter Druck verwandelt sie sich jedoch manchmal in eine Art Kartenspiel, bei dem die GO‑Profis den Tisch dominieren und in drei Minuten Redezeit mehr Taktik als Inhalt passen muss. Wer neu ist, erlebt dann, wie „Form vor Inhalt“ tritt. Das ist kein moralisches Versagen, es ist ein Systemeffekt. Er lässt sich entschärfen, wenn wir die dramaturgische Logik drehen: Erst Räume für langsame Auseinandersetzung Hearings, Lesekreise, strukturierte Q&As , dann die schnelle Entscheidung. Klingt altmodisch, ist aber das Gegenteil davon: Es ist die Rückeroberung der Langsamkeit in einer Hochfrequenzumgebung. Ein heißes Feld, auf dem sich all das exemplarisch beobachten lässt, sind internationale Streitfragen ,etwa die Nahostdebatte. Die Mutterpartei und die Linksjugend lagen zuletzt sichtbar auseinander, der Jugendverband traf eigenständige Beschlüsse, die heftige Resonanz auslösten. Man kann dazu sehr verschiedene Haltungen haben; was sich daraus aber sicher lernen lässt: Wenn wir ein Thema gleichzeitig in Beschlusstexte und Trending‑Formate pressen, reibt es uns wund, noch bevor die Argumente überhaupt ihre Kanten zeigen durften. Dann wird die Plenumsbühne zur Arena, und Strömungen verwechseln Profil mit Besitzstand. Hier beginnt die libertäre Lektion, die mich treibt: Anarchismus ist keine Pose, sondern eine Methode, Macht zu verteilen, statt sie zu stapeln. Föderal, transparent, mit rechtfertigungspflichtiger Autorität, genau dafür sind Jugendverbände eigentlich perfekte Labore. Eine libertäre Debattenkultur würde nicht erst fragen „Welche Linie setzt sich durch?“, sondern „Welche Verfahren machen es wahrscheinlicher, dass die besseren Gründe sicht- und hörbar werden?“ Wer Bakunin nur als Pyro im Theorietrichter liest, übersieht den nüchternen Kern: Freiheit ohne Verfahren verflüchtigt sich, Verfahren ohne Freiheit versteinern. Libertär sein heißt nicht, Plena abzuschaffen – es heißt, sie so zu bauen, dass niemand sie als Waffe benutzen kann. Konkret heißt das, die unsichtbaren Vorhöllen der Debatte auszuleuchten. Wenn „Agenda-Setting“ in kleinen, informellen Zirkeln passiert, gehört es ins Licht: Was wurde vorberaten? Wer hat mit wem abgestimmt? Welche Alternativen lagen auf dem Tisch? Das klingt nach Bürokratie, ist aber in Wahrheit antifraktionelles Handwerk: Dokumentation entwaffnet Flüstern. Wer einmal erlebt hat, wie ein offenes Protokoll mit Kommentierhistorie die Luft aus einem Lagerkampf nimmt, weiß, dass Transparenz keine Tugendtapete ist, sondern Konfliktkosten senkt. Und ja, das ist unsexy - ungefährt so wie das Bett beziehen macht keinen Spaß sorgt aber dafür das sich alle Wohl fühlen . Auch die Strömungen selbst müssen sich entscheiden, ob sie Debatte als Schach oder als Tanz begreifen. Als Schach verteidigt man Territorium: Man zählt Follower, man testet Loyalität, man spricht von „unserer Linie“ und meint „unser Stück vom Verband“. Als Tanz sucht man Resonanzen: Man steckt Konfliktfelder ab, markiert Dissens ehrlich, schafft aber tragfähige Brücken für gemeinsame Praxis. Ich habe Strömungen in beiden Modi erlebt. Und ich habe erlebt, wie befreiend es ist, wenn zwei Lager bewusst Co‑Moderation und Co‑Autorschaft übernehmen – nicht, weil sie plötzlich gleicher Meinung wären, sondern weil sie einander beim Denken helfen. Das Ergebnis sind seltener Siegertexte, dafür häufiger Texte, die halten. Natürlich, wir werden die Social‑Media‑Logik nicht abschaffen. Aber wir können ihr eine zweite Taktung an die Seite stellen. Stelle dir jedes virale Sharepic vor wie eine Schlagzeile, die in einen Dossier‑Link mündet: Quellen, Gegenargumente, ein kurzer Begründungsweg. So etwas ist nicht nur „nice to have“. Es verändert die Belohnungsstruktur. Auf einmal gewinnt nicht nur, wer den frechsten Hook hat, sondern auch, wer sauber belegt. Das passt übrigens zur Selbstbeschreibung des Verbands besser, als die schnelle Empörungsrunde. Die Pointe ist gar nicht radikal, sondern praktisch: Gute Debattenkultur ist die unsichtbare Infrastruktur politischer Lernprozesse. Sie verlangt nicht, dass wir weniger streiten, sondern dass wir den Streit so organisieren, dass er uns nicht auffrisst. Anarchistisch gedacht heißt das: Autoritäten auch Moderation, auch Vorstände sind immer nur geliehene Werkzeuge. Sie müssen ihre Eingriffe begründen, und sie müssen wieder abgegeben werden. Feste Rotation statt Dauermandate, offene Minutes statt „Man hat mir gesagt“, öffentliche Ausprachen vor den wirklich großen Abstimmungen nicht, weil es fancy klingt, sondern weil es die einfachste Art ist, Machtverteilung zur Routine zu machen. Wer jetzt sagt: „Klingt nett, aber bei uns ist die Luft halt dünn“ geschenkt. Gerade dort, wo Ressourcen knapp und Nerven kurz sind, lohnt sich der Umbau. Denn nichts kostet so viel Energie wie ein endloser Grabenkrieg, in dem die gleichen fünf Gesichter die gleichen fünf Meta‑Streits führen, während die Basis längst abgeschaltet hat. Mir gefällt an der libertären Tradition, dass sie das Kleine ernst nimmt: Nachbarschaft vor Landtag , Praxis vor Pose. Auf den Verband übertragen heißt das: weniger Pressestatement‑Schach, mehr Werkstatt. Weniger „Wer hat recht?“, mehr „Was probieren wir als Nächstes und wie messen wir, ob es funktioniert?“. Vielleicht ist das am Ende der eigentliche Witz: Die Linksjugend hat bereits die Werkzeuge, die sie braucht. Sie stehen nicht in irgendeinem geheimen Keller, sie stehen in der eigenen Satzung, auf den eigenen Seiten, in den Beschreibungen der Gremien. Der libertäre Twist besteht darin, die Werkzeuge konsequent zu benutzen und sie allen in die Hand zu geben. Die Debatte hört dann nicht auf, im Gegenteil: Sie wird lauter, freier, widersprüchlicher : aber auch produktiver. Und irgendwann, ganz nebenbei, fühlt sich der Streit nicht mehr wie ein Stellungskrieg an, sondern wie das, was er sein sollte: ein kollektiver Versuch, die Dinge von unten her besser zu machen. 
von Bjarne Lettmann 9. Juli 2025
Die Linksjugend [’solid] liebt große Worte: sozialistisch, antifaschistisch, feministisch, basisdemokratisch. Und ehrlich gesagt: Das sind nicht nur hübsche Etiketten, dahinter steht ein ziemlich solide gebautes Organisationsgerüst mit Bundeskongress, Bundessprecher:innenrat, Länderrat und einer Menge thematischer Arbeitskreise. Auf dem Papier ist das eine Spielwiese für pluralen, offenen Streit ,die gute Sorte Streit, die klüger macht und neue Koalitionen möglich. Wer die Verbandsseiten durchklickt, merkt: Formell gibt es kaum einen Mangel an Foren, Regeln und Wegen, sich einzubringen. In der Praxis fühlt es sich trotzdem zu oft an, als bewegten wir uns auf einem Schachbrett, dessen Figuren voreinander Angst haben. Das liegt nicht daran, dass irgendwo „die falschen“ Menschen sitzen, sondern daran, wie wir Debattenräume füllen. In den letzten Jahren sind Strömungen sichtbarer geworden – BAK Klassenkampf, das Marxistische Netzwerk, die wiederbelebte libertäre Plattform und als alte Bekannte BAK Shalom. Dass es diese Profile gibt, ist zunächst ein Geschenk: Sie bringen Schärfe in Positionen, liefern Expertise und ziehen neue Leute an. Gleichzeitig erzeugen sie Sogkräfte, die Diskurse schon vor dem Plenum sortieren. Wenn die eigentliche Debatte erst auf Telegram, in Redaktionspads oder in inoffiziellen „Vorab-Runden“ geführt wird, finden Plena häufig nur noch die richtige Verpackung für ein Ergebnis. Es ist kein Geheimnis: Kommunikation ist Macht. Der Verband weiß das und hat Teams dafür, von der AG Propaganda über TikTok bis zur klassischen Pressearbeit. Wer Kanäle, Grafiken und Timing steuert, setzt Themen – das kann produktiv sein, wenn die Inhalte zuvor breit gerungen wurden. Problematisch wird es, wenn die Reihenfolge kippt: erst Sharepic, dann Debatte. Der Effekt ist bekannt: Komplexe Fragen schrumpfen auf Hashtags, Grautöne verschwinden im Feed, und am Ende entscheidet nicht das bessere Argument, sondern die schnellere Meme. Dabei erzählt die eigene Strukturseite eigentlich eine andere Geschichte: deliberieren, entscheiden, umsetzen n dieser Reihenfolge. Man kann der Geschäftsordnung vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie keinen Sinn hat. Sie soll Fairness sichern, Dominanz brechen, Minderheiten schützen. Unter Druck verwandelt sie sich jedoch manchmal in eine Art Kartenspiel, bei dem die GO‑Profis den Tisch dominieren und in drei Minuten Redezeit mehr Taktik als Inhalt passen muss. Wer neu ist, erlebt dann, wie „Form vor Inhalt“ tritt. Das ist kein moralisches Versagen, es ist ein Systemeffekt. Er lässt sich entschärfen, wenn wir die dramaturgische Logik drehen: Erst Räume für langsame Auseinandersetzung Hearings, Lesekreise, strukturierte Q&As , dann die schnelle Entscheidung. Klingt altmodisch, ist aber das Gegenteil davon: Es ist die Rückeroberung der Langsamkeit in einer Hochfrequenzumgebung. Ein heißes Feld, auf dem sich all das exemplarisch beobachten lässt, sind internationale Streitfragen ,etwa die Nahostdebatte. Die Mutterpartei und die Linksjugend lagen zuletzt sichtbar auseinander, der Jugendverband traf eigenständige Beschlüsse, die heftige Resonanz auslösten. Man kann dazu sehr verschiedene Haltungen haben; was sich daraus aber sicher lernen lässt: Wenn wir ein Thema gleichzeitig in Beschlusstexte und Trending‑Formate pressen, reibt es uns wund, noch bevor die Argumente überhaupt ihre Kanten zeigen durften. Dann wird die Plenumsbühne zur Arena, und Strömungen verwechseln Profil mit Besitzstand. Hier beginnt die libertäre Lektion, die mich treibt: Anarchismus ist keine Pose, sondern eine Methode, Macht zu verteilen, statt sie zu stapeln. Föderal, transparent, mit rechtfertigungspflichtiger Autorität, genau dafür sind Jugendverbände eigentlich perfekte Labore. Eine libertäre Debattenkultur würde nicht erst fragen „Welche Linie setzt sich durch?“, sondern „Welche Verfahren machen es wahrscheinlicher, dass die besseren Gründe sicht- und hörbar werden?“ Wer Bakunin nur als Pyro im Theorietrichter liest, übersieht den nüchternen Kern: Freiheit ohne Verfahren verflüchtigt sich, Verfahren ohne Freiheit versteinern. Libertär sein heißt nicht, Plena abzuschaffen – es heißt, sie so zu bauen, dass niemand sie als Waffe benutzen kann. Konkret heißt das, die unsichtbaren Vorhöllen der Debatte auszuleuchten. Wenn „Agenda-Setting“ in kleinen, informellen Zirkeln passiert, gehört es ins Licht: Was wurde vorberaten? Wer hat mit wem abgestimmt? Welche Alternativen lagen auf dem Tisch? Das klingt nach Bürokratie, ist aber in Wahrheit antifraktionelles Handwerk: Dokumentation entwaffnet Flüstern. Wer einmal erlebt hat, wie ein offenes Protokoll mit Kommentierhistorie die Luft aus einem Lagerkampf nimmt, weiß, dass Transparenz keine Tugendtapete ist, sondern Konfliktkosten senkt. Und ja, das ist unsexy - ungefährt so wie das Bett beziehen macht keinen Spaß sorgt aber dafür das sich alle Wohl fühlen . Auch die Strömungen selbst müssen sich entscheiden, ob sie Debatte als Schach oder als Tanz begreifen. Als Schach verteidigt man Territorium: Man zählt Follower, man testet Loyalität, man spricht von „unserer Linie“ und meint „unser Stück vom Verband“. Als Tanz sucht man Resonanzen: Man steckt Konfliktfelder ab, markiert Dissens ehrlich, schafft aber tragfähige Brücken für gemeinsame Praxis. Ich habe Strömungen in beiden Modi erlebt. Und ich habe erlebt, wie befreiend es ist, wenn zwei Lager bewusst Co‑Moderation und Co‑Autorschaft übernehmen – nicht, weil sie plötzlich gleicher Meinung wären, sondern weil sie einander beim Denken helfen. Das Ergebnis sind seltener Siegertexte, dafür häufiger Texte, die halten. Natürlich, wir werden die Social‑Media‑Logik nicht abschaffen. Aber wir können ihr eine zweite Taktung an die Seite stellen. Stelle dir jedes virale Sharepic vor wie eine Schlagzeile, die in einen Dossier‑Link mündet: Quellen, Gegenargumente, ein kurzer Begründungsweg. So etwas ist nicht nur „nice to have“. Es verändert die Belohnungsstruktur. Auf einmal gewinnt nicht nur, wer den frechsten Hook hat, sondern auch, wer sauber belegt. Das passt übrigens zur Selbstbeschreibung des Verbands besser, als die schnelle Empörungsrunde. Die Pointe ist gar nicht radikal, sondern praktisch: Gute Debattenkultur ist die unsichtbare Infrastruktur politischer Lernprozesse. Sie verlangt nicht, dass wir weniger streiten, sondern dass wir den Streit so organisieren, dass er uns nicht auffrisst. Anarchistisch gedacht heißt das: Autoritäten auch Moderation, auch Vorstände sind immer nur geliehene Werkzeuge. Sie müssen ihre Eingriffe begründen, und sie müssen wieder abgegeben werden. Feste Rotation statt Dauermandate, offene Minutes statt „Man hat mir gesagt“, öffentliche Ausprachen vor den wirklich großen Abstimmungen nicht, weil es fancy klingt, sondern weil es die einfachste Art ist, Machtverteilung zur Routine zu machen. Wer jetzt sagt: „Klingt nett, aber bei uns ist die Luft halt dünn“ geschenkt. Gerade dort, wo Ressourcen knapp und Nerven kurz sind, lohnt sich der Umbau. Denn nichts kostet so viel Energie wie ein endloser Grabenkrieg, in dem die gleichen fünf Gesichter die gleichen fünf Meta‑Streits führen, während die Basis längst abgeschaltet hat. Mir gefällt an der libertären Tradition, dass sie das Kleine ernst nimmt: Nachbarschaft vor Landtag , Praxis vor Pose. Auf den Verband übertragen heißt das: weniger Pressestatement‑Schach, mehr Werkstatt. Weniger „Wer hat recht?“, mehr „Was probieren wir als Nächstes und wie messen wir, ob es funktioniert?“. Vielleicht ist das am Ende der eigentliche Witz: Die Linksjugend hat bereits die Werkzeuge, die sie braucht. Sie stehen nicht in irgendeinem geheimen Keller, sie stehen in der eigenen Satzung, auf den eigenen Seiten, in den Beschreibungen der Gremien. Der libertäre Twist besteht darin, die Werkzeuge konsequent zu benutzen und sie allen in die Hand zu geben. Die Debatte hört dann nicht auf, im Gegenteil: Sie wird lauter, freier, widersprüchlicher : aber auch produktiver. Und irgendwann, ganz nebenbei, fühlt sich der Streit nicht mehr wie ein Stellungskrieg an, sondern wie das, was er sein sollte: ein kollektiver Versuch, die Dinge von unten her besser zu machen. 

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